Ich schreibe Donnerstag, den 13.09.2007, ist ja wohl deutlich zu lesen!?
18:00 Uhr. Feierabend. Endlich ist es soweit! Damit meine ich nicht nur meiner Nebentätigkeit als Bankkaufmann im ausreichenden Maße nachgegangen zu sein. Nein, geiler ist, dass Frische Mische am heutigen Abend live und pur und pur im Live im Zuge der „Liederlichen – Woche“ zusammen mit Spieltrieb auftreten werden.
Pensen und ich haben uns zur Erquickung des Publikums vorgenommen endlich mal wieder alte und selten gespielte Songs zu präsentieren. Zwecks dessen haben wir den Montag zuvor auch tatsächlich einmal geprobt (wer hätte so was je geglaubt?). Aber selbstverständlich nur ein klein wenig. Die meiste Zeit haben wir natürlich wie immer darauf verwendet, Kreativarbeit zu leisten und neue Lieder für eine noch frischgemischtere Zukunft zu komponieren. Aufgrund dessen bin ich auch ein wenig aufgeregt, was den heutigen Abend betrifft. Also Krawatte ab, rein in die U- Bahn und schon stehe ich im Liveclub.
Da sind sie auch schon, die Kollegen. Pensen aka. Der derbste Typ aller Zeiten, die Spieltriebs und auch vereinzelte Gäste haben sich bereits eingefunden. Pensen drückt mir zur Begrüßung erstmal ein kühles Astra in die Hand, lecker, danke nochmal.
Offensichtlich ist der Soundcheck gerade erst im Gange und so ziehen wir Frimis uns in den gemütlichen Backstageraum zur Besprechung zurück. Wie unsere Besprechung im Detail aussieht, brauche ich wohl nicht weiter zu schildern, will es aber gerne trotzdem tun.
Es werden sehr viele Zigaretten und das Set für die heutige Frimi-Performance entworfen. Bier fließt in Strömen und es wird gescherzt und gelacht. Spieltrieb scheint den Soundcheck abgeschlossen zu haben und schon dürfen wir ran. Alles läuft super, Sound erstklassig, Ruven - der Tonmann - professionell, wir gut druff. Lediglich die Anbringung der Monitorboxen läßt meine Blicke orientierungslos umherirren, bis ich an der Clubdecke direkt über uns fündig werde. Nun heißt es, die letzten Minuten bis zum musikalischen Start des Abends zu entspannen. Erneut ziehen wir uns dafür in den im Keller liegenden Backstageraum zurück. Hier werden letzte Absprachen getroffen, geschluckt, geschmaucht und noch mehr Zigaretten gedreht, die man nur vor dem Club rauchen darf.
Dort heißen wir Fred, Totte und viele andere sehr gute Freunde, Bekannte und Fans willkommen.
Der Club ist mittlerweile angenehm gefüllt und plötzlich ist Showtime. Spieltrieb zuerst.
Ich habe sie schon lange nicht live sehen dürfen und freue mich zudem, dass sie eine ordentliche Stimmung in den Club zaubern, gute und geschmackvolle Ansagen zum Besten geben. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon heißt es Frische Mische breit bereit!
Alte Perlen statt Monsters Klassiker. Auch wir scheinen im Stande zu sein das Ambiente
zu bereichern. Lieder wie Jackpot, das Mannifest, Ich weiß wieso, Werbung etc., schlüpfen förmlich, geschmeidigst durch die Anlage in die Ohren der Zuhörer. Dem kräftigen Applaus und den zufrieden lächelnden Gesichtern um uns herum ist zu entnehmen, dass wir heute Abend eine recht überzeugende Darbietung abliefern. Auch auf der Bühne ein heiteres Funkeln in den Augen und Freude über die eigenen Lieder, die solange nicht mehr gesungen und gefeiert wurden. Nach kurzer aber feuchtfröhlichster Pause der gleiche Ablauf noch einmal. Zuerst wieder Spieltrieb, die das Publikum zum Mitsingen animieren und ihrer Performance so noch das Sahnehäubchen aufsetzten. Danach wieder wir. Alles in allem auch ein feiner Abschluß unsererseits. Leichte Textunsicherheiten meinerseits und tonale Unstimmigkeiten wurden durch den „Frische – Mische – Teamgeist“ derart überlagert, dass es
eigentlich kaum jemanden negativ aufgestoßen sein sollte. Plötzlich war der Punkt erreicht an dem ich keine Chance mehr hatte, mein Gehirn als zuverlässigen Speicher des Geschehens zu nutzen. Chronologisch kann ich von daher nur noch leuchtend schillernde Bruchstücke - virtuos zusammengebastelt - Revue passieren lassen. Sven Panne schmetterte mit rauchig klingender Kehle Hits am Klavier, Phillip von den Spieltriebs unterstützt ihn streckenweise und gibt feine Solozugaben. Das Beste ist eigentlich, dass Slatski has Nohat die Bühne entern um erfolgreich Werbung für den Auftritt im Foolsgarden zu machen. Ich bekomme gleich doppelt so viel Lust auf den 21.09.2007, wo jene Gesellen, Katze Klose, Rüdiger Bierhorst und selbstverständlich auch Frische Mische auftreten werden. Unerwartet taucht auch Onkel Hanke auf der Bühne auf und gibt Gutes preis.
Als dann noch Fred seinen Smashhit „Morgens um 8“ mit Pensen zusammen erklingen läßt, finde ich mich plötzlich dreiviertelnackt, mein Genital schwenkend, auf einem der Tische wieder. Nackte Tatsache allerdings bleibt, dass sie Dank verdient haben.
Das tolle Publikum, der LiveClub und seine Crew, Tonmann Ruven, Spieltrieb und die anderen Kollegen mit ihren traumhaften Einlagen zum Finale.
Ich bin selbst jetzt - Tage danach - noch immer aus dem Häuschen, zum Glück aber wieder vollständig bekleidet.