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Fools Garden Theater

Der 07.04.2007, kein Tag wie jeder andere.
Eigentlich sollte es ja ein richtig geiler Tag werden…..
Es fing alles recht früh und von Sonnenschein umleuchtet an.
Früh deshalb, weil wir Monsters in Hannover ein Treffen vereinbart hatten, um die zukünftige Terminkoordinierung und noch andere Details zu besprechen.
Danach sollte im hamburger Fools Garden ein Literatur- und Liedermacherabend stattfinden, welcher auch noch vorbereitet werden wollte.
Totte sowie auch wir waren die musikalischen Bausteine des Abends.
Eile war also in gewissem Maße geboten.
So standen Fred, Totte und Pensen schon um 10:30 Uhr vor meiner Tür und alleine das gibt
ja genug Anlass zu guter Stimmung. Sonne am Himmel, Sonne im Herzen und Abfahrt in
Freds Opel Astra Kombi. Auf der Fahrt die Kassierer, Beatsteaks und immer wieder selbstkreierte Zigaretten. Diese verschönerten uns die Hin- sowie Rückfahrt, als auch den Aufenthalt in der Hauptstadt Niedersachsens. Kaum zurück in Hamburg zogen die ersten dunklen Wolken auf.
Am Himmel, in Form von Rauch weil erste Osterfeuer entzündet wurden, sowie in der Tabelle der Fußball Bundesliga.
Ich bin ja bereit einiges an Leid zu ertragen aber wenn der HSV gegen den VfB 4:0
hinten liegt, ist der Tag eigentlich schon gelaufen(Entstand 4:2). Fred hatte Pensen und mich freundlicher Weise im Nouar abgesetzt, wo wir uns das Debakel live und auf Großleinwand anschauen durften. Dann nach letzten Vorbereitungen ging es mit dem nötigen Equipment per Taxi zum Foolsgarden.
Toll, Herr Labörnski übernimmt das Booking und bemerkt bei der Wahl des Datums nicht, dass es sich um den Samstag vor Ostern handelt. Der Tag an dem jeder halbwegs unternehmungslustige Hamburger wohl am ehesten, bei hochschlagenden Flammen in netter und zahlenmäßig kaum zu übertreffender Gesellschaft, an der Elbe zu finden ist.
Herzlichen Glückwunsch! Wenigstens wurden die Schlechtwetterwolken am Himmel größer und der Wind nahm zu, so das die Hoffnung bestand, daß doch noch der ein oder andere Zuschauer in das Theater geweht werden würden. Die frische Briese sollte sich in dieser Hinsicht aber als ein laues Lüftchen erweisen.
Totte traf fast Zeitgleich mit uns ein, an seiner Seite Christian Bartel (Bonn), einer der lesenden EXOTEN des Abends. Um die anderen der vier Leseratten namentlich zu nennen: Anselm Neft (Berlin), Xóchil A. Schütz und Wolfgang Lüchtrath (Bonn).
Sie alle gaben jeweils eine überzeugende Vorstellung ab, bevor Totte in Punkrockmanier die Bühne für sich beanspruchte. Außer Totte, fielen mir besonders Herr Bartel und Herr Lüchtrath sehr positiv auf, die für meinen Geschmack einen hohen Unterhaltungswert besitzen.
Nachdem Totte vom Publikum, mit dem ihm gebührenden Applaus verabschiedet wurde (40 Hände können richtig Lärm erzeugen wenn sie einen guten Grund dazu haben), waren die Literaten wieder am Zug. Der Zweite Durchgang. Nicht das ich skeptisch gewesen wäre
was die Unterhaltsamkeit der Lesungen angeht, aber das es mich dann gleich so sehr zum Schmunzeln, Lachen und Nachdenken bewegen würde?
In der Zwischenzeit füllten Frische Mische und Flozze, der uns mit seinen bassialischen Künsten unterstützen wollte, unsere Köpfe eifrig mit Bier, Whiskey und Räucherstäbchen. Da wir uns sonst aber auch auf diesem Wege für einen Auftritt stimulieren, kann es als Entschuldigung nicht herhalten, dass bis zum Betreten der Bühne ein wenig Kondition verloren gegangen war.
Irgendwie war kaum etwas richtig geil, von dem, was wir da von uns gegeben hatten……
Irgendwie leb- und emotionslos. Musikalisch hatte Peer mit innerer Unzufriedenheit zu kämpfen. Wenn überhaupt Ansagen zu den Liedern kamen, war ich derjenige, der sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Pensen sprach nach dem Auftritt von den schwärzesten dreißig Minuten als Musikant. Dankbar dafür, dass die Hände des Publikums überhaupt noch zueinander fanden um Klatschgeräusche zu erzeugen, stelle ich mir folgende Frage:
Was habe ich an diesem Abend dazugelernt?

Der Tunfisch wird aussterben (Wolfgang Lüchtrath), Christian Bartel ist ein echt smarter Kerl, der sich demnächst den Schlaf mit Bier aus den Augen spritzen wird, Flozze ist der Derbste, ich hoffe noch oft mit ihm die Bühne teilen zu dürfen und Frische Mische rulez trotzdem.
 
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